Traum einer Welt

QULT Traum einer Welt EP 2019
26. April 2019
QULT
The Dark Agency
Produzent: André Horstmann - Neuwerkstudio Lahr

I.
Ich träum von einer Welt, in der das Geld keine Bedeutung hat,
In der du alles, was du tust, aus Überzeugung machst,
In der du reich bist, weil du viel gute Freunde hast,
Die dich nicht verleugnen, wenn du plötzlich keinen Erfolg mehr hast.

In einer Welt, wo man sich schämt für den Deutschen Pass,
Träum‘ ich, dass wir für den Frieden stehen, statt für erneuten Hass.
Du hättest deine Eltern so gerne stolz gemacht,
Dass sie verstehen, warum ihr Sohn jetzt Revolte macht.

Sag mir was hier los ist!? Der Teufel trägt Prada
Und ermordet ungestraft auch noch den letzten Mohikaner.
Wir könnten reden und die Friedenspfeife kreisen lassen
Und dann dafür sorgen, dass die im Süden nicht mehr die Weißen hassen.

Es gibt noch so viel zu tun bis Vertrauen einkehrt.
Wenn du nicht mehr weiter weißt, hör auf dein Herz.
Ich will alles dafür geben, dass wir endlich Liebe finden
Und dank allen, die sich engagieren und Menschen Frieden bringen.

Refrain:
Ich träum von einer Welt, in der wir alle wieder gleich sind,
Egal, ob wir schwarz, weiß, arm oder reich sind.

II.
Stell dir vor, wie es war als die Mauer hier gefallen ist,
Tanzen auf den Trümmern bis der Weg endlich frei ist.
Sie waren sich einig und das war ihr Geheimnis.
Bei einem friedlichen Streik macht sogar die Polizei mit.
Ich stell mir vor, wie wir die zweite Wende vorbereiten:
HipHop an den Schulen und du lernst wieder, dein Wort zu halten.
In einer Welt, wo sie dich jeden Tag mit Sorge speisen,
Lernst du, zu vertrauen und deinen Fernseher über Bord zu schmeißen.

In meiner Welt hast du Zeit für deinen Bruder
Und ein kleiner Junge hängt nicht mehr allein vor dem Computer.
Im Gegenteil, in dieser Welt siehst du, wie die Kinder Banden bilden,
Baumhäuser bauen und dort zusammen mit den Migranten chillen.

Grenzen gibt es keine. Wir denken mit dem Herzen
Und den Menschen, die man meidet, reicht man Hände wie Gefährten.
Ja, ich weiß, diese Welt scheint unendlich weit entfernt.
Doch lieber handeln und verändern, statt sich ständig zu beschweren.

Refrain:
Ich träum von einer Welt, in der wir alle wieder gleich sind,
Ganz egal, ob wir arm oder reich sind,
Schwarz oder weiß sind. Meine Welt ist wunderschön.
Ich bau sie selbst und für Geld wird sie nicht untergehen.

Ich träum von einer Welt, in der wir alle wieder gleich sind,
Ganz egal, ob wir arm oder reich sind,
Schwarz oder weiß sind. Wir entscheiden selbst
Und ein kleiner Flügelschlag inspiriert vielleicht die Welt.

III.
Stell dir vor, durch Fortschritt würde leben wirklich leichter fallen,
Keiner müsste hungern, weil die Wenigen das Meiste teilen.
Man würde weise sein im Alter, statt im Altersheim.
Konsum wär nicht so wichtig, dafür hätte man nun Zeit daheim.

Auch Religion wär nicht länger Grund für Streitereien
Und Jerusalem beinah so friedlich wie eine Schweizer Alm.
Ich glaube an den Frieden, denn die meisten von uns greifen ein,
Leben in Bescheidenheit und läuten neue Zeiten ein.

Wem gehören die Straßen? Wer hat das Recht dich zu versklaven?
Jeder Krieg ist ein Geschäft und damit scheffeln sie Milliarden.
Ich hörte von Schiller in der Schule, stürm mit Rap die Barrikaden.
Denn das Unrecht dieser Menschen ließ mich nächtelang nicht schlafen.

Es gibt nur diesen Ausweg: Ich muss tun, was ich tun kann.
Zeig Courage, wenn es Streit gibt in der U-Bahn.
Auch wenn es dauert und die Hoffnung zu schwinden droht,
Am Ende blickst du doch noch zum Himmel hoch.

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